Viel Pech in Wombach

Vergangenes Wochenende fanden in Wombach die deutschen Meisterschaften für Tobias und Jacob, für Konrad und Tom der nächste Lauf zur BNWS statt. Warum von diesen vier nur einer sein Rennen beenden konnte könnt ihr hier nachlesen.

Konrad aus der BNWS:

Nach einer langen NWS-Pause ging es für mich vergangenes Wochenende mal wieder zu einem größeren Rennen der Bundesnachwuchssichtung. Das Rennen in Wombach war für die Altersklassen ab der U19 gleichzeitig die Deutsche Meisterschaft, weshalb es kein Qualifikations-Modul gab, sondern nur das eigentliche Rennen. Am Freitag ging es dann nach Wombach, was im Norden Bayerns liegt. Den Samstagmorgen nutzte ich um mich mit der Strecke vertraut zu machen. Diese war mit vielen kurzen Anstiegen, anspruchsvollen Abfahrten und wenigen Erholungsmöglichkeiten gespickt.

Am Nachmittag ging es schließlich bei sehr hohen Temperaturen los. Da ich in diesem Jahr noch keine Nachwuchssichtung gefahren bin, musste ich von recht weit hinten starten. Beim Start wurde ich durch diverse Fahrer vor mir Aufgehalten und es gelang mir auf der relativ langen Startrunde nicht, viele Fahrer zu überholen. Auf der ersten Runde hatte ich noch etwas schwere Beine, ich gab dennoch alles und es gelang mir viele Fahrer zu überholen. Auf der nächsten Runde führte ich diese Verfolgungsjagd fort und es wurden weitere Fahrer überholt und ich ging gut in die dritte und letzte Runde. Auch in dieser fuhr ich gut und meine Postion verbesserte sich stetig. Aber dann ausgerechnet in der vorletzten Abfahrt schnitt ich mir meinen Hinterreifen an einem Stein auf und dieser war direkt platt. Das nächste Stück schob ich, stieg dann aber aus dem Rennen aus. Nachdem ich schon letzte Woche Pech in Grafschaft hatte, ärgerte ich mich extrem, da das Rennen bis zu meinem Defekt gut lief. Tom fuhr ein solides Rennen und beendete das Rennen mit einem 25. Platz.

Tobias bei den Masters:

Abhaken, weitermachen! So könnte man mein Rennen bei den Masters zusammenfassen. Leider konnte ich die „guten Beine“ aus Gedern nicht mit nach Wombach bringen. Im Laufe des Rennens bin ich dann leider auch ausgestiegen. Obwohl mir die kühlen Temperaturen durch den Regen in unserem Rennen eigentlich besser liegen, kam ich an den Bergen nicht vorwärts und überhaupt nicht in den Rennmodus hinein. Die Woche zuvor bin ich in Südtirol die Langstrecke beim Herodolomites-Marathon gefahren und mir war bewusst, dass ich eventuell noch nicht wieder regeneriert bin, was dann leider auch so war. Das Wochenende in Wombach bei der DM mit meinem Bruder, der mich betreut hat, war trotzdem eine tolle Atmosphäre – und wie immer schön, wenn man Vereinsmitglieder beim Rennen trifft.

 

Jacob aus der U23:

Auch für mich gab es eine längere Pause der XCO-Rennen. Der Start bei der DM sollte der Sprung ins kalte Wasser sein, die Form sollte stimmen. Sehr zehrend stellte sich die Startrunde dar. Erst der Sprint an der steilen Asphaltstraße, dann ein langer Schotterweg. Die U23 sind ja nunmal die Elite von morgen und so wurde das Rennen auch gestartet. Von ganz hinten im Feld musste ich bereits ordentlich kämpfen, die Position zu halten. In der ersten Runde wurde es dann aber erst richtig hart. Meine Lunge brannte, die Beine schmerzten und trotzdem konnte ich kein gutes Tempo fahren. Aber so läuft der Rennsport, bei der deutschen Meisterschaft wollen auch die letzten Plätze verdient sein. Auch wenn ich mich auf technischen Abfahrten gut fühlte, verließen mich und meine Beine sehr schnell jegliche Kraft. Als ich dann schließlich in der dritten Runde an einem nicht gerade steilen Berg kurz davor stand zu schieben, und zusätzlich strake Übelkeit verspürte entschied ich im Anbetracht der schwierigen Strecke das Rennen zu beenden, um mich keinem unnötigen Risiko auszusetzen. Ich wäre das Rennen gerne fertig gefahren, selbst wenn ich mit großem Abstand letzter geworden wäre. Die Atmosphäre an der Strecke war großartig, viele Zuschauer feuerten uns an. In Haltern soll es nun besser laufen.

 

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