Stoneman Trophy im Erzgebirge

by Tino 1 Comment

Glücklich im Ziel

An einem schönen und sonnigen Wochenende im Juli habe ich mich, gemeinsam mit Tino, einem Kofferraum voller Fahrräder und gefühlten drei Kilo selbstgebackener Riegel auf den Weg ins Erzgebirge gemacht, um dort die einzige Stoneman-Trail-Tour in Angriff zu nehmen. Die Strecke führt über 162 Kilometer, 4400 Höhenmeter und neun Gipfel durch das Grenzgebiet zwischen Deutschland und Tschechien. Laut Henri Lesewitz (Kolumnist der BIKE) ist sie vor allem „bei verrohten Ultra-Bikern beliebt, weil man einen goldenen Stein bekommt, wenn man ihn an einem Tag durchpresst.“

Wetterglück!

Genau mit diesem Ziel machten wir uns früh morgens um 6 Uhr mit Trikottaschen voller Riegel auf den Weg. Laut Tino ist der Schlüssel zum Erfolg:“ Locker angehen und dann ist der Rest Kopfsache.“ Nach unserem Start in Johanngeorgenstadt ging es zunächst für ca. 60 Kilometer (natürlich ausgesprochen locker ;) ) durch die einsame, tschechische Landschaft bis wir gegen 10:30 Uhr bei strahlendem Sonnenschein den Fichtelberg erreichten. Mittlerweile hatten wir uns entschieden, die süßen Riegel gegen belegte Brötchen zu tauschen. Zur Mittagszeit hatten wir einen wirklich guten und gemeinsamen Rhythmus gefunden und lagen gut im Zeitplan. Nur fanden wir, dass gerade der erste Teil der Strecke ein paar mehr Trails enthalten könnte. Jedoch sollten wir im weiteren Tourenverlauf schnell unsere Meinung ändern, als wir kaum noch den Lenker festhalten konnten….

Danach ging es weiter über die Gipfel des Bärenstein, die Bobbahn auf den Pöhlberg

(mit teilweise fast 30% Steigung) und den Scheibenberg. Kurz danach erreichten wir einen nicht ausgeschilderten Anstieg, der uns beid

e kurz vor den Hungerast brachte. Es ging hier über einige Kilometer in den prallen Sonne über einen losen Schotterweg. Oben angekommen musste ich mit zitternden Händen die kurze Abfahrt antreten. Unten angekommen fanden wir allerdings unsere „Oase“ des Tages. Ein örtliches Hotel hatte dort eine private Verpflegungsstation eingerichtet und wir konnten ein eiskaltes Iso-Getränk aus dem Kühlschrank genießen (laut Tino „das leckerste Getränk aller Zeiten“).

Erzgebirgische Spezialität

Gut gestärkt ging es weiter zu einem weiteren Highlight des Tages: Drei Trails im Trailcenter Rabenberg. Von dort aus ging es dann mit dem Auersberg auf den letzten Anstieg des Tages. Nachdem wir uns kurz vor dem Gipfel mit einem leckeren „Schiböcker“ (einer erzgebirgischen Käsespezilität) verpflegt hatten, ging es bald in die letzte Abfahrt des Tages und zurück zum Start. Dort kamen wir gegen 19 Uhr nach gut 10:30 Stunden Fahrzeit wieder an unserer Unterkunft an. Erstaunlicherweise taten uns nach der Tour weniger die Beine, sondern vielmehr die Finger und Hände weh.

Nach Einschätzung unseres gesprächigem Pensionsbetreibers seien wir mit so einer fabelhaften Zeit in der Lage Rennen zu gewinnen. Dann schauen wir mal, was die Saison noch so bringt….

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zum Flow-Trail am Keilberg auf tschechischer Seite und ließen der anstrengenden Tour ein paar schöne und „flowige“ Abfahrten folgen und freuten uns über den bequemen Lift.

Bericht von Hauke

Comment ( 1 )

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    Schöne Tour. Schade das ihr davon vorher nichts gesagt habt das wäre mein ding.

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