Aug
24
Schlammschlacht in Nordenau
Hier ein Bericht von Tino:
Eins hatten alle Teilnehmer des Mtb-Marathons in Nordenau (Sauerland) am vergangenen Wochenende gemeinsam:
Eine dicke Schlammschicht auf Bike und Körper.
Nach drei Tagen Regen vor dem Rennen und etwas Sprühregen während des Rennens lieferten sich drei Sportler (Anne Gassner, Tino Hamann und Michael Rebel) des Mtb RheinBerg mit 320 anderen Mountainbikern eine Schlammschlacht in den Sauerländer Wäldern.
Haupttext:
Kurz vor Rennbeginn stellten wir drei uns an die Startlinie des 4. Laufs der Nutrixxon-Marathon Serie in Nordenau. Leider standen im Startkorridor geschätzte 300 Fahrer vor uns. Scheinbar hätten wir doch etwas eher kommen sollen. Also war auf dem ersten Teil der Runde erstmal überholen angesagt, was im Schlamm ordentlich Kraft kostete. Die Strecke führte in der ersten Runde über breite Schotterwege, verwurzelte Wiesenwege und einen Singletrail den man gemeinschaftlich runter rutschte. Nach 37 km war die erste Runde schon zu Ende und man musste eine schwierige Entscheidung treffen: Ab ins Ziel oder Material und Fahrer noch über weitere 25 km quälen. Da ich wusste, dass Anne auf alle Fälle die 63km fahren wird und ich mir vor ihr keine Blöße geben wollte, wählte ich die zweite (schlechtere) Variante. Zuerst ging es einen felsigen Hill-Climb bergan. Den habe ich noch im Sitzen gemeistert und dabei noch zwei Fahrer eingeholt. Ich dachte, dies war der berüchtigte Anstieg von dem alle am Start sprachen. Eine halbe Stunde später fand ich mich an einem Skihang wieder, die zwei überholten Starter waren jetzt wieder vor mir und ich kämpfte mit Krämpfen in den Beinen. Das war dann wohl der berüchtigte Anstieg, den man nur im kleinsten Gang geradeso hochtreten konnte. Auch nach diesem Berg ließen die Krämpfe nicht ab. Scheinbar hatte ich zuwenig gegessen und getrunken.
Auf den verbliebenen Kilometern quälte ich mich teils schiebend in Ziel. Das Einzige was mich noch Antrieb, war mich nicht von Anne überholen zu lassen. Michael und Anne fuhren knapp 10 Minuten hinter mir ins Ziel. Ebenfalls sichtlich erschöpft und mit Schlamm bedeckt.
Insgesamt war es ein sehr schöner Marathon mit einer sehr guten abgesperrten Strecke, super Helfern, die einen anfangs noch die Zeit zum Führenden zuriefen und mit wunderbaren Ausblicken ins Sauerland.
Nach dem die erste Runde sehr Hauptweglastig war, wurde es auf der zweiten Runde etwas trailiger und vor allem steiler.
Anne belegte bei den Damen den 2. Platz!
(Bericht – Tino Hamann,


